Aus dem Tagebuch einer Besucherwöchlerin

Liebes Tagebuch,

die letzten Wochen waren wirklich trubelig und es liege eine ganze Menge Aufgaben hinter mir. Im Moment beschäftige ich mich viel mit der Frage, was ich nun mit meinem Leben machen möchte. Seit Montag bin ich nun auf der Besucherwoche an der THE und habe hier schon viele Erfahrungen gesammelt, was das Leben eines Theologiestudenten angeht.

Es war ziemlich cool, wie herzlich ich hier empfangen worden bin. Als ich hier angekommen bin, habe ich gleich eine kleine Führung durch das Gebäude und schließlich zu meinem Zimmer bekommen.Besucherwoche2016_4

Ich konnte draußen auf der Wiese vor dem Wohnheim mit ein paar Studenten ins Gespräch kommen. Die waren gerade alle fleißig am Lernen für eine Klausur, aber trotzdem haben sie mir schon ein bisschen was erzählt.

Nachmittags ging es dann in die erste Vorlesung: Griechisch. Das scheint schon ziemlich cool zu sein – wenn man es kann. Am schwarzen Brett vor den Vorlesungssälen hängt eine Liste mit Namen, auf der sich verschiede Studenten eintragen, dass man als „Besucherwöchler“ bei ihnen zum Essen kommen kann.

Ich musste aber gar nicht nachgucken, denn kurz nach dem Klingeln kam eine große Blonde auf mich zu. „Herzlich Willkommen, du bist sicher die Besucherwöchlerin. Heute Abend bist du bei mir zum Abendessen.“

Die Studenten wohnen, wie ich für diese Woche, in Wohnheimen in WGs auf dem Campus. Am ersten Abend war ich also in einer Mädels-WG eingeladen. Es gab einen Nudelauflauf; der war ziemlich lecker. Es wurde noch viel geredet, bis ich schließlich ins Bett gegangen bin – hui, so viele neue Eindrücke!

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Die ganze Woche über konnte ich Vorlesungen besuchen – am interessantesten fand ich die Altes Testament- und die Seelsorge-Vorlesung. Und immer wieder habe ich mit den Leuten hier quatschen können. Klar, zunächst mal diese „Woher kommst du?“-Fragen, aber ganz viele haben mir auch von ihrem Weg hierher erzählt. Und natürlich wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen kann, Theologie zu studieren.

Sicher bin ich mir noch nicht, aber ich merke, dass ich die Vorlesungen echt interessant finde und mich hier sehr wohlfühle. Aber es ist auch wirklich cool, dass man hier keine billigen Antworten bekommt.Besucherwoche2016_3

 

In der Freizeit kann man hier viel Sport machen. Auf einem Platz hinter dem Wohnheim haben wir diese Woche öfter mal gekickt oder Volleyball gespielt. Oder wir spielten an einem sonnigen Nachmittag Wikinger-Schach. Das war oft richtig gut, sich da mal auspowern zu können.

Jetzt ist es schon ein bisschen schade zu gehen, und ich denke doch, dass ich wiederkommen möchte. Nun muss ich aber los, weil mich einer der Studenten nach Dillenburg zum Zug fährt.

 

So oder so ähnlich könnte mein Tagebucheintrag geklungen haben, als ich vor drei Jahren an der THE meine Besucherwoche gemacht habe. Wir freuen uns darauf, wenn du in deiner Besucherwoche deine eigenen Erfahrungen hier sammeln kannst.

 Ein Gedanke zu “Aus dem Tagebuch einer Besucherwöchlerin”

  1. Ingrid

    Es hat mich sehr berührt, wie junge Menschen an der THE empfangen werden.

    Diesen jungen Leuten auf der Suche nach ihrem Weg ins berufliche Leben viel Unterstützung zu bieten ist einfach gut.

    In meinem Beruflichen Alltag hatte ich viel mit Auszubildenden zu tun, was mir in dieser Hinsicht sehr viel Einblicke in die herausfordernde Zeit der jungen Menschen gegeben hat.

    Sie benötigen noch unsere wohlwollende Begleitung in einigen Bereichen.

    Aus diesem Bericht schließe ich, dass die Studierenden an der THE auf einem guten Weg sind.

    Die Besucherwoche ist sicher sehr hilfreich für eine Entscheidung.

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