5 Tipps, wie Studenten lernen

Es geht mit großen Schritten auf das Ende des Semesters und damit auch auf die Klausurenphase zu. Die Bibliothek ist gefüllt, auf dem ganzen Campus fassen Studenten Skripte zusammen, lesen Texte und lernen Verse.

Das wichtigste, was wir im ersten Semester machen mussten, war das Lernen zu lernen. Es gibt nämlich ganz schön viel Stoff zu bewältigen, doch während des Studiums sammelt man so seine Erfahrungen und ältere Studenten zeigen einem, wie man effektiv lernen kann. Hier gibt es 5 Tipps, wie man schneller und leichter lernen kann.

1. Die Grundlage allen Lernens: Ort und die Zeit.

Nachdem ich das erste Semester alles in meinem Bett erledigt habe (Vokabeln lernen, Texte lesen und schreibenLerntipps3_2016, meine persönliche Stille Zeit, Filme gucken und so weiter) habe ich gemerkt, dass man sich dann weder richtig entspannen noch richtig konzentrieren kann. Feste Lernorte sind da wirklich ideal: zum Beispiel in der Bibliothek – dort herrscht nämlich Arbeitsatmosphäre.

Manchmal liegt auch so viel vor uns, was wir machen wollen, aber gar nicht schaffen können. Das ist es hilfreich sich Zeiten zu setzen, damit man nicht verzweifelt. Man kann sich z.B. vornehmen: „Ich lerne jetzt eine Stunde Vokabeln, hänge mich richtig rein, aber dann höre ich auch auf und mache etwas Schönes.“

2. Bewegung

Direkt hinter den Wohnheimen kann man sich hier in Ewersbach auf den „Predigerpfad“ begeben – hier üben seit Jahrzehnten angehende Pastoren ihre Predigten für den nächsten Sonntag. Aber generell kann man sich vieles leichter merken, wenn man sich dabei bewegt, so kann man sich beim Joggen immer wieder Jahreszahlen oder Bibelverse von einer Audiodatei anhören oder sich gegenseitig beim Spazierengehen kirchengeschichtliche Zusammenhänge erklären.Lerntipps1_2016

3. Der kurze Weg des Auswendiglernens

Die bescheuertsten Eselsbrücken sind ja bekanntermaßen die besten. Für das Auswendiglernen habe ich hier eine neue Methode kennenglernt: Lernwege. Dabei gehen wir bestimmte Strecken entlang (z.B. durch unsere Wohnheime und das Kronbergforum) und machen an bestimmten Orten die Punkte, die wir auswendig lernen müssen, fest.

So wurde das Zimmer eines Kommilitonen, der leidenschaftlich gerne Computerspiele zockt, zum Punkt „Die endzeitliche Schlacht der Nationen“ von der Gliederung für das Alte Testament, die wir gerade lernen.

4. Über das Bewältigen von SeitenLerntipps4_2016

Keiner hätte vor dem Studium gedacht, dass er mal so viel lesen muss. Da kann man ganz schön schnell den Überblick verlieren. Im Internet gibt es aber viele hilfreiche Tipps, wie man es erlernen kann, schnell zu lesen – das sogenannte Speed Reading. Um Herr über seine Texte zu werden, kann es aber auch schon helfen, mit Farbsystemen zu arbeiten. Überschriften werden rot, Unterüberschriften grün, Jahreszahlen blau und so weiter.

5. Jeder braucht mal eine Pause

Bei allem Lernen dürfen wir hier eines nicht vergessen: Pausen. Gemeinsames Kaffeetrinken und Essen, Ausgleich durch Sport, ein Film oder ein Mittagsschlaf. Wichtig ist nur, dass wir unserem Gehirn auch mal eine Lerntipps2_2016Pause gönnen und etwas anderes machen. Zeit mit anderen Menschen und vor allen Dingen Zeit mit Gott.

Das tut nicht nur gut, sondern gibt auch die nötige Motivation, weiter zu machen. Man wird daran erinnert, was für coole Sachen über Gott wir hier lernen dürfen und dass wir damit auch etwas anfangen können. Aber man kann sich auch leichter aufraffen und noch mal eine Stunde lernen, wenn man weiß, dass man sich später noch mit Freunden trifft und bis dahin fertig sein möchte.

 

Natürlich sind wir jetzt nicht in einem Jahr zu Lernprofis geworden, aber wir können ja auch noch ein paar Jahre daran feilen, wie wir besser werden. Bis dahin können wir unser Studium und natürlich die freien Zeiten genießen. :-)