Ein Jahr als „Ersti“

Es war ein elender Kampf. Egal wie fest ich auf das Gas trat, mein Auto war einfach zu vollgepackt, um es problemlos den Berg hoch zu schaffen. Doch als ich endlich oben angekommen war, gab es schnell neue Hoffnung: Denn es waren viele Studenten bereit, mir beim Ausladen zu helfen. Nun ist mein erster Tag in Ewersbach ein Jahr her – Zeit auf die letzten Monate zurückzublicken.

Nachdem wir auf dem Forggenhof herzlich in Empfang genommen wurden, ging es los in den Studienalltag. Griechisch war vermutlich eine der prägendsten Erfahrungen im ersten Studienjahr, denn in einem Jahr eine komplett neue Sprache zu lernen ist eine ganz gute Herausforderung. Aber auch andere spannende Fächer wie Altes Testament, Rhetorik, Kirchengeschichte und Missiologie wurden uns nahegebracht.

Neben dem Studienalltag teilten wir aber auch unseren normalen Alltag. Wir aßen gemeinsam, trieben Sport, veranstalteten Spieleabende, schauten uns Filme an, machten Musik und gingen feiern.

Etliche Lern- und Vorlesungsstunden später kamen die ersten Prüfungen: Und wie viele Studenten vor mir traf auch mich die Erkenntnis: Wenn ich so viel für’s Abi gelernt hätte, hätte ich nur Einser geschrieben.

In der ersten Semesterferienwoche ging es dann zur Jugendintensiv-Woche nach Bad Endbach. Dort haben wir eine Woche lang etwas über Jugendarbeit gelernt. Danach gab es für uns alle die ersten Semesterferien an der THE – manche verbrachten sie in Ewersbach, manche bei den Eltern und wieder andere zog es gleich ins Ausland.Unterricht2013_3

Obwohl wir nun offiziell im 2. Semester waren, wurde die Ankündigung der vorherigen Semester wahr: Ersti bleibt man bis die neuen Erstis kommen. Aber so manches hatte sich schon geändert, schließen hatten wir nun schon einiges dazugelernt. Jetzt wussten wir, wie man Hausarbeiten schreibt und wie lange man für welche Aufgabe braucht; wir wissen, wie man für eine größere Gruppe kocht – und wir finden ohne Wegbeschreibung die Läden im Dorf.

Das wichtigste, was wir gelernt haben, ist vielleicht, wie wir unsere Freizeit gestalten. Die Frage, was einem Spaß macht und Ausgleich THE2016_3zum Lernen schafft, war ebenso spannend, wie sich Gedanken zu machen, wie wir unsere persönliche Beziehung zu Gott  während des Studiums gestalten wollen.

Am Ende des zweiten Semesters kam dann die Griechisch-Prüfung. Auch wenn es für die meisten etwas stressig war, haben wir es doch alle überlebt – und die zweiten Semesterferien standen vor der Tür. Wir haben das erste Jahr im Theologie geschafft und jetzt heißen wir bald die nächsten Erstis herzlich willkommen – Liebe Erstis, wir freuen uns auf euch. :-)

 Ein Gedanke zu “Ein Jahr als „Ersti“”

  1. Ingrid

    Na das ist aber mal eine sehr schöne Einladung für die neuen Erstis. An der THE kann man sich sicher wohlfühlen, das kommt in diesem, doch sehr ansprechenden Text total rüber. Dass das Lernen und auf Prüfungen vorbereiten auch dazu gehören, das leuchtet sicher jedem ein. Ich kann mir vorstellen, dass in dieser Atmosphäre auch die Arbeit gut gelingt.

    Ich wünsche allen Studierenden eine schöne und erfolgreiche Zeit in Ewersbach.

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